• ÖMZ 1/2016: Tonkunst-Polemiken

       

  • ÖMZ 2/2016: on air - on sale. Musik und Radio

       

  • ÖMZ 3/2016: Operette - hipp oder miefig?

       

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  • ÖMZ 3/2016: Operette - hipp oder miefig?

ÖMZ 1/2016

Tonkunst-Polemiken

ÖMZ Ausgabe 1/2016Dass Kampf und Krieg „aller Dinge Vater und König“ sei, wie Heraklit vor zweieinhalb tausend Jahren erklärte, erscheint für die Geschichte der Musik wohl eine zu weit gehende Annahme. Doch zweifellos haben streitbare Traktate und musikästhetische Auseinandersetzungen den gelegentlich sprunghaften Fortgang des Komponierens und der anderen musikalischen Gewerke begleitet und befördert. Schon der Übergang zur Ars nova im 14. Jahrhundert vollzog sich mit theoretischer Würze. Nicht anders jener von der Prima zur Seconda pratica am Ende des 16. Jahrhunderts. Der Buffonistenstreit gehört zu den legendären Inszenierungen des 18. Jahrhunderts – und das darauf folgende geizte gleichfalls nicht mit Polemik. Die entwickelte im Zuge der „Futuristengefahr“ Schlagkraft, erst recht für die sich konsolidierende Moderne. Und auch in Zeiten der Postmoderne meldet sich ihre belebende Wirkung.

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ÖMZ 2/2016

on air – on sale. Musik und Radio

ÖMZ Ausgabe 2/2016Seit 90 Jahren hat sich der Rundfunk daran gewöhnt, den Alltag mit Informationen, Anregungen, Bildungsgütern und Zerstreuung zu versehen. Das Radio unterhält, erbaut und verwöhnt insbesondere mit Musik – pur und im Beipack zu anderen ›Sendungen‹. In den letzten Jahrzehnten differenzierte der öffentliche Rundfunk das Angebot zunehmend, unterzieht sich fortgesetzt »Anpassungsprozessen«. Fortdauernd verläuft die Kommunikation primär vom Medium zum Konsumenten (nicht interaktiv oder gar partizipativ). Erst die radikal das Internet nutzenden jüngeren Generationen koppeln sich von der mehr oder minder sanften Steuerung ab. Nach wie vor sind die Rundfunkanstalten vielseitige und potente Arbeitgeber auch für Musikschaffende, die erhebliche Erwartungen hinsichtlich des Verbreitungsradius und der Verdienstmöglichkeiten hegen. Musik und Radio: in vielfacher Hinsicht ein brisantes Thema.

erscheint Anfang April 2016

ÖMZ 3/2016

Operette – hipp oder miefig?

ÖMZ Ausgabe 3/2016Ist die Operette verstaubt, anarchisch, kitschig, provokant, hoffnungslos reaktionär oder aufregend gesellschaftskritisch? Antworten wird man nicht nur in den Stoffen und Stücken selbst suchen müssen, sondern auch in der Weise, wie sie auf die Bühne (oder Leinwand) gelangen. Jedenfalls ist ›die‹ Operette mehr als ›bloß‹ unterhaltendes Theater oder Melodienseligkeit. Durch eine Neuproduktion kann Althergebrachtes bestätigt oder versucht werden, ein frisches Image zu schaffen. Historische und heutige Interpretations- und Aufführungsstile offenbaren denn auch die große Bandbreite einer Gattung, die von Anfang an nicht nur die Bühnen eroberte, sondern auf vielfältige Weise Einzug in die Wohnzimmer hielt, in das kulturelle Bewusstsein und mehr noch den Seelenhaushalt breiter Kreise der Bevölkerung. Längst ist sie heute auch wieder in Opernhäusern und bei Musikfestivals präsent.

erscheint im Mai 2016