• ÖMZ 6/2015: Spiritualität als Gnade und Zumutung

       

  • ÖMZ 5/2015: Bernhard, Jandl, Jelinek

       

  • ÖMZ 4/2015: Aufhören! Vom Ende in der Musik

       

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  • ÖMZ 4/2015: Aufhören! Vom Ende in der Musik

ÖMZ 06/2015

Spiritualität als Gnade und Zumutung

ÖMZ Ausgabe 6/2015Musik mit (neo-)religiöser und/oder spiritueller Fundierung boomt in ganz Europa. Gerade auch im Osten und Südosten des Kontinents. Im Konzertsektor wie in den Opernhäusern mit einer Vielzahl von neuen Arbeiten des unterschiedlichsten Zuschnitts. Musiken der verschiedensten Provenienz bieten sich als Fenster zu den Sphären des Transzendenten an – und nicht selten werden sie von den Fragen nach „Life after life“ motiviert. Während sich die traditionellen Sektoren der Kirchenmusik eher schwer tun, werden Zug um Zug umfangreiche Kontingente älterer liturgischer Musik erschlossen und bei den verschiedensten Labels auf CD eingespielt – von den weit entrückten Zeiten des Hochmittelalters bis zum hohen 19. Jahrhundert. Offensichtlich reagieren große Teile der Interpreten, der Komponisten und der Manager des Kulturbetriebs auf gewandelte Bedürfnisse der Kundschaft und befördern die spiritualistischen Trends.

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ÖMZ 05/2015

Bernhard, Jandl, Jelinek

ÖMZ Ausgabe 5/2015Auch die neuere österreichische Literatur weist starke Affinitäten zur Musik auf. Drei höchst unterschiedlich gepolte AutorInnen rücken in den Fokus: Thomas Bernhard, der sich im Roman Der Untergeher an Fragen der pianistischen Perfektion abarbeitete und mit Holzfällen dem Tonsetzer Auersberger als »ewigem Webern-Nachfol¬ger« ein paar Liebesgrüße verabreichte – wodurch sich der Komponist Gerhard Lampersberg auf den Schlips getreten fühlte, mit dem Bernhard in jungen Jahren die Kammeroper rosen der einöde konzipiert und ausgearbeitet hatte. Die Spuren, die Ernst Jandl in der Musikgeschichte hinterließ, reichen von der Jazz-Szene bis zu Friedrich Cerha. Dass im literarisch-musikalischen Dreigestirn Elfriede Jelinek aufleuchtet, bedarf vor dem Hintergrund von Clara S., der Klavierspielerin und den Schubert-Huldigungen der Nobelpreisträgerin keiner Begründung.

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ÖMZ 04/2015

Aufhören! Vom Ende in der Musik

ÖMZ Ausgabe 5/2015»Dass sie nicht enden können, das macht die großen Werke groß«, schrieb der Philosoph Ernst Bloch über seinen Kollegen Hegel. Der Satz lässt in gleicher Weise auf dessen Zeitgenossen Beethoven anwenden – und nicht nur für das »ewige Leben« in der Rezeptionsgeschichte, sondern auch für manches Werk (vor allem die heroischen Symphonie-Finalsätze oder den Fidelio). Bei Theaterlicht besehen gilt er auch für den zweiten Akt der Oper aller Opern, des Don Giovanni, sowie für viele Arbeiten der nachfolgenden Komponisten-Generationen – von den »himmlischen Längen« Schuberts bis zu zahlreichen Beispielen der neuesten Kammermusik. Mit dem Themenschwerpunkt »Aufhören!« geht es aber auch um das (zu?) frühe Ende von Tonkünstlern wie um das (zu?) späte Beenden von Tonkünstler-Karrieren.

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