2018: Heft 1

Hello
ÖMZ 1/2018: 1918 – Der große Umbruch

Zwischen 1917 und den frühen zwanziger Jahren verändert sich Europa von Russland bis Irland und Sizilien so tiefgreifend wie seit dem Zeitalter der Reformation und der Religionskriege nicht mehr. Der Große Krieg hat den Kontinent tief erschüttert und die alte Welt zum Einsturz gebracht. Nun aber regen sich neue Kräfte. Der große Umbruch erfasst so gut wie alle Lebensbereiche, die Zivilisation und die vielfältigen Kulturen. Insbesondere in Mitteleuropa erfahren auch die Strukturen des Musiklebens einen tiefgreifenden Wandel. Weithin verändern sich die Schreibweisen wie die Intonationen und Klangwelten der Musik. Wesentlich im Reflex auf den Ersten Weltkrieg bricht die Ära des Expressionismus an und beschert gerade auch in Österreich der Neuen Musik den größten Aufbruch und Anschub.
Mehr…

Erhältlich sowohl als Taschenbuch wie auch als E-Book:

Taschenbuch: ISBN 9783990124680
Bestellen Sie diese Ausgabe direkt beim Verlag unter vertrieb {at} hollitzer.at, bei Amazon oder Thalia.


Inhalt
An der Gegenwart vorbei 1918 als Zäsur in Gesellschaft, Politik und Kultur // Heidemarie Uhl
Simultaneität und Simulacrum Gedanken zum Jahr 1918 in der Musikgeschichte // Wolfgang Rathert
Expressionistisch angehauchte Lyrik zu Pferde Das populärste von mehr als einer Million Gedichte für den Krieg – Hugo Zuckermanns Österreichisches Reiterlied // Georg Günther
Frei – und was nun? Das Ende der Theaterzensur und seine Auswirkungen auf das deutsche Kabarett der 1920er-Jahre // Judith Kemp
Ein Musikfest für die »neue Zeit« Diskussionen um die »Meisteraufführungen Wiener Musik« von 1920 // Anita Mayer-Hirzberger
Schlagobers oder Die Revolution im Rückspiegel – aber welche? // Christian Glanz
»Französische Musik aus Frankreich« Emanzipationstendenzen um 1918 // Inga Mai Groote
1918 als Wende- und Scheidepunkt der bürgerlichen Instrumentalmusik in Europa // Josef Focht
Musikalisch verpufft Der schwache Nachhall des großen Umbruchs 1918 // Frieder Reininghaus


Neue Musik im Fokus
da capo von Péter Eötvös – mehr als eine postmoderne Spielerei? // Hakan Ulus


Extra
Cristallo di rocca und andere stille Dinge Das Werk Adalbert Stifters als Inspiration für die Musikwelt // Fabian Schwinger
Das Neue, dieser Satz steht fest, ist stets das Alte, das man lässt // Roland Geyer im Gespräch mit Frieder Reininghaus
Von wem stammt die Melodie der österreichischen Bundeshymne? // Joachim Diederichs
Hymnen als Zankäpfel Eine Nachbemerkung // Die Redaktion


Berichte
Wien Modern
Wien Modern I-III // Marie-Therese Rudolph, David Wedenig und Sabine Seuss

Aus Wien
Ring-Trilogie am Theater an der Wien // Frieder Reininghaus
Bergs Lulu an der Staatsoper // Konstantin Hirschmann
Klangforum Wien // Olja Janjuš
Ensemble Kontrapunkte und 100. Geburtstag Gottfried von Einem // Christian Heindl

Aus Österreich
Offenbachs Hoffmanns Erzählungen in Salzburg // Natalie Stadler
Ensemble PHACE in Linz // Ikarus Kaiser
Menottis Amahl und die nächtlichen Besucher in Graz // Ulrike Aringer-Grau

Aus dem Ausland
Oehrings Kunst muss (zu weit gehen) in Köln und Verdis Falstaff in Antwerpen // Frieder Reininghaus
Alfanos Risurrezione in Wexford // Johannes Streicher


Rezensionen
Bücher
CDs und DVDs

Das andere Lexikon
Revolutionsfolgen, musikalische // Stefan Schmidl

News
Schon gewusst?

Zu guter Letzt
Letztes Geleit // Frieder Reininghaus