Das Anliegen

Kontinuität und Innovation

Die Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ) ist und bleibt das repräsentative Publikationsorgan für die „klassische“ und neue Musik, das Musik- und Musiktheaterleben in Österreich und im mittleren Donauraum; die Zeitschrift nimmt also auch künftig den aktuellen Musik- und Musiktheaterbetrieb Österreichs und der angrenzenden Regionen in den Blick (mitsamt der Präsenz von österreichischen Künstlerinnen und Künstlern auf internationalen Ebenen) und behandelt aktuelle Themen des allgemeinen Kulturlebens im Hinblick auf die Musik sowie musikalische und musikhistorische Forschungsthemen. Intendiert ist eine journalistisch ausgerichtete Redaktionsarbeit mit wissenschaftlicher Fundierung.

Der von der ÖMZ in den letzten Jahrzehnten gewonnene Zuschnitt erscheint nicht nur in Österreich und im deutschsprachigen Ausland singulär, sondern in ganz Europa. Die bisherige Konzeption des Blattes soll fortgesetzt, seine Themenpalette ggf. ergänzt und der Radius erweitert werden. Da sich in der europäischen Zeitschriften-Landschaft überwiegend eine Spaltung zwischen Musikleben und Wissenschaft vollzog, soll diesem Schisma weiterhin entschieden entgegengewirkt werden.

Die ÖMZ will zum (Wieder-)Aufschließen musikspezifischer Diskussionen zum allgemeinen intellektuellen Diskurs beitragen; sie sorgt für „Bodenhaftung“ bei den österreichischen Musiklehranstalten, Musikverbänden, Musik- und Theaterinstitutionen und rückt deren speziellen Fragen und Interessen in den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang, die europäischen und globalen Probleme (Beispiele: Urheberrecht, soziale Deklassierung von Musikschaffenden, MusikerInnenbelange, Studienordnungen etc.).

Die ÖMZ blickt beständig über die Grenzpfähle und richtet besonderes Augenmerk auf das Musik(theater)leben im Donauraum (also: Ungarn, Slowenien, Kroatien, Slowakei, Tschechien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldavien, Ukraine und (Süd-)Deutschland, aber auch Polen und Schweiz); die Zeitschrift nimmt zugleich die großen Linien internationaler Entwicklungen und Tendenzen wahr.

Die ÖMZ ist ein von staatlichen Institutionen, Parteien, Kirchen und religiösen Vereinigungen, Banken und Konzernen, Fachverbänden und Kulturbetreiberinstitutionen unabhängiges Organ (und für diese ggf. gerade durch Unabhängigkeit und Distanz wertvoll); die Zeitschrift räumt der Kritik und Kommentierung hinreichend Platz ein und trägt dem gesellschaftlichen Pluralismus Rechnung. Gäbe es einen hippokratischen Eid für Journalisten, die Mitglieder unseres Teams müssten ihn schwören.