ÖMZ 7: Richard Strauss und das andere Geschlecht

Abstract

ÖMZ 2012/01 CoverKein anderer Komponist hat Frauenfiguren derart in das Zentrum seines Opernschaffens gerückt wie Richard Strauss. Allein die Titel von Salome und Elektra bis hin zu Daphne und Die Liebe der Danae betonen diesen Umstand. In jenem halben Jahrhundert, das diese Werke umreißen, wandelte sich das Geschlechterverhältnis durch die Errungenschaften der Frauenbewegung und die Erkenntnisse der Psychoanalyse grundlegend – worauf Strauss und seine Librettisten geradezu seismographisch reagierten. Und am Ende dieser Zeitspanne – 1949, in Straussʼ Todesjahr – markiert die Veröffentlichung von Simone de Beauvoirs Das andere Geschlecht den Beginn des modernen Feminismus. Die Beiträge dieser Ausgabe befassen sich unter anderem mit Straussʼ Beziehungen zum 18. Jahrhundert, mit der musikalischen Zeichnung gegensätzlicher Frauengestalten und dem Phänomen des Sprachverlusts bei Hofmannsthal und Strauss – sowie mit den Heroinen aus den letzten, während des Dritten Reichs entstandenen Opernprojekten.

 

Erhältlich ab 5.2.2012.