ÖMZ 1/2013: Verdi und Wien

Abstract

ÖMZ 2013/01 CoverSo sehr Giuseppe Verdi heute die Spielpläne der Opernhäuser beherrscht, so spät ist er hierzulande heimisch geworden. Es war erst der Verdi-Roman von Franz Werfel, der nicht nur seinerseits zum Verkaufsschlager wurde, sondern dem Komponisten seit den 1920er Jahren zunehmende Aufmerksamkeit bescherte. Während die Musik von Verdi und Wien inzwischen ein beinahe symbiotisches Verhältnis eingegangen sind, hatte seinerzeit der Erste Musikkritiker der Stadt Eduard Hanslick ein gespaltenes Verhältnis zum Italiener. Grund genug, auch in anderen Kontexten psychologische Fragestellungen zu verfolgen: Warum drehen sich so viele von Verdis Opern um das Verhältnis zwischen Vätern und ihren Töchtern? Und was hat der Komponist mit der Psychoanalyse Siegmund Freuds zu schaffen? Unser Heft versucht auf diese und andere Fragen – etwa die Bedeutung des Nationsbegriffs für Verdi und dessen Spuren in seinem Werk – Antworten zu formulieren.

 

Erhältlich ab 20.2.2013.